Udo Kittelmann
Udo Kittelmann, 1958 in Düsseldorf geboren, ist ein deutscher Kurator und ehemaliger Museumsdirektor und gilt als eine der einflussreichsten zeitgenössischen Ausstellungsmacher.
Von 1994 bis 2001 leitete er den Kölnischen Kunstverein und von 2002 bis 2008 das Museum für Moderne Kunst (MMK) in Frankfurt. Von 2008 bis 2020 war er Direktor der Nationalgalerie in Berlin und leitete unter anderem die Alte Nationalgalerie, die Neue Nationalgalerie und den Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart. Während seiner Amtszeit initiierte er zudem die Sanierung der Neuen Nationalgalerie von Mies van der Rohe durch den britischen Architekten David Chipperfield sowie das geplante Berlin Modern, das von Herzog & de Meuron entworfen wurde.
Kittelmann, der für seinen künstlerzentrierten und interdisziplinären Ansatz bekannt ist, hat zahlreiche bedeutende internationale Ausstellungen organisiert. Im Jahr 2001 kuratierte er Gregor Schneiders Totes Haus für den deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig, der mit dem Goldenen Löwen für den besten nationalen Beitrag ausgezeichnet wurde; 2013 kuratierte er Vadim Zakharovs Danaë für den russischen Pavillon. Seitdem hat er zudem mehrere Ausstellungen für die Fondazione Prada in Mailand, Venedig und Shanghai realisiert, darunter The Boat is Leaking. The Captain Lied (Biennale di Venezia, 2017) mit Thomas Demand, Alexander Kluge und Anna Viebrock sowie zuletzt in Zusammenarbeit mit Taryn Simon Human Brains: It Begins with an Idea (Biennale di Venezia, 2022), eine Ausstellung im Bereich der Neurowissenschaften. Beide Projekte definierten die Philosophie interdisziplinärer Ausstellungen neu. Zu seinen weiteren Projekten gehören u.a. die Ausstellung El Greco/Tino Sehgal (2023) im Centro Botín in Santander, Spanien. Zuletzt editierte er What a Wonderful World – An Audiovisual Poem für die Julia Stoschek Foundation im Variety Art Theater in Los Angeles. Im Sommer 2026 schloss er sich dem Maxim Gorki Theater Berlin und dessen Team an.