Premiere: 3. Dezember 2026
Ulrike Ottinger
Ulrike Ottinger, 1942 in Konstanz geboren, ist Filmemacherin, Autorin und bildende Künstlerin. Sie zählt zu den prägenden Stimmen des avantgardistischen Kinos. Von 1962 bis Anfang 1969 lebte sie in Paris und arbeitete dort als freie Künstlerin. Anfang der 1970er-Jahre wandte sie sich dem Film zu und entwickelte mit Madame X – Eine absolute Herrscherin (1977), Bildnis einer Trinkerin (1979), Freak Orlando (1981), Johanna d’Arc of Mongolia (1989), Unter Schnee (2011) und Paris Calligrammes (2019) einen unverwechselbaren Stil, der Elemente der Fantastik, des Theaters, der Queerness und der ethnografischen Beobachtung vereint.
Ihr umfangreiches Werk umfasst neben Spiel- und Dokumentarfilmen auch Malerei, Grafik und Fotografie. Es wurde international auf zahlreichen Festivals gezeigt, mit Retrospektiven gewürdigt und in Ausstellungen präsentiert, darunter im Museum of Modern Art in New York, im Centre Pompidou in Paris und im Museo Reina Sofia in Madrid.
Darüber hinaus arbeitete Ulrike Ottinger als Regisseurin für Theater und Oper, unter anderem am Staatstheater Stuttgart, beim Steirischen Herbst in Graz und am Berliner Ensemble.
Zu ihren wichtigsten Auszeichnungen zählen der Bundesfilmpreis, der Preis der deutschen Filmkritik, der ihr mehrfach verliehen wurde, der Hannah-Höch-Preis und die Berlinale Kamera. Seit 1997 ist sie Mitglied der Akademie der Künste in Berlin, seit 2020 zudem Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. 2010 wurde ihr das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
2026 feierte ihr jüngster Film Die Blutgräfin Premiere auf der Berlinale in Berlin.
Siehe auch: https://www.ulrikeottinger.com