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Künstler:innen / Gäste

Yvonne Rainer

Yvonne Rainer wurde 1934 in San Francisco geboren und zog 1956 nach New York City, wo sie an der Martha Graham School mit dem modernen Tanz vertraut gemacht wurde. Ihr erstes Stück, Three Satie Spoons (1960-61), choreografierte sie während eines Workshops am Merce Cunningham Studio.

Zwischen 1962 und 1964 war Rainer ein wichtiges Mitglied der informellen Gruppe Judson Dance Theater, zusammen mit Tänzern*innen und bildenden Künstler*innen wie Trisha Brown, Robert Morris, Steve Paxton und Robert Rauschenberg. Dort erforschte sie den Umgang mit banalen, alltäglichen Handlungen, um die Konventionen des Tanzes zu erweitern oder in Frage zu stellen. Ihr 1965 veröffentlichtes No Manifesto, in dem sie zu einer antispektakulären Ästhetik aufrief, fand seinen Höhepunkt in der bekanntesten Inszenierung ihrer Karriere, Trio A (1966).

1970 gründete Rainer zusammen mit Brown und Paxton sowie Douglas Dunn und David Gordon The Grand Union. Das Kollektiv erforschte die Spontaneität im Tanz und stellte konventionelle Vorstellungen von Autorschaft in Frage, indem es die Improvisation in den Vordergrund stellte. Zur gleichen Zeit wandte sich Rainer allmählich dem Film zu. In ihrer kinematografischen Arbeit (sieben Spielfilme zwischen 1972 und (1996) spielte sie mit Disjunktionen und Montagen, indem sie vergangene Tanzperformances, erzählerische Inhalte, Texte und Fotografien miteinbezog.

Im Jahr 2000 kehrte Rainer auf Einladung von Mikhail Baryshnikov zum Tanz zurück. In ihren sieben Werken seither hat Rainer Haltungen und Bewegungen aus der Performancegeschichte, der Populärkultur, dem Sport und der Politik zu rasanten, witzigen und nachdenklich stimmenden Tänzen kombiniert.

17. Dez. 2026 – 19. Sept. 2026

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