Profil
Mit der Spielzeit 2026/2027 beginnt am Maxim Gorki Theater eine neue Intendanz. Çağla Ilk, die das Haus seit vielen Jahren von innen kennt, präsentiert das Gorki als offenen, transdisziplinären Ort zwischen Theater, zeitgenössischer Kunst, Performance, Tanz, Musik, Sound, Diskurs und Stadt.
Das Gorki war immer ein Ort, an dem zentrale Fragen der Gegenwart formuliert wurden: Wer spricht? Wer wird gehört? Wer bekommt Raum? Es hat Sichtbarkeit geschaffen, Erzählungen verschoben und neue Stimmen ins Zentrum gebracht. Daran knüpft das neue Gorki an.
Das neue Gorki soll ein Haus werden, das nicht zwischen Bühne und Ausstellung, zwischen Schauspiel und Bildender Kunst, zwischen lokal und international trennt, sondern genau an diesen Schwellen arbeitet.
Am Anfang der neuen Intendanz steht deshalb kein abgeschlossenes Konzept. Sie beginnt mit der Erfahrung, dass ein Theater ein lebendiger Organismus ist: aus Menschen, Stimmen, Gewerken, Räumen, Erinnerungen und Zukunftsversprechen.
Die erste Spielzeit beginnt unter besonderen Bedingungen: mit Baustelle, Sparmaßnahmen und Einschränkungen. Theater entsteht selten aus perfekten Bedingungen. Es entsteht aus Notwendigkeit, Druck, Mangel und Begehren – und aus der Frage, wie trotzdem ein Raum geschaffen werden kann. Gerade deshalb soll das neue Gorki ein offenes Haus werden: offen von Mittag bis nachts, offen für Künstler:innen, Gäste, Nachbarschaften, neue Öffentlichkeiten und andere Formen der Begegnung.